Pressebericht vom 10. April 2008 aus der "Urfahraner Bezirksrundschau".

Jubiläum

„Die EM wird heuer mit meinem Geschirr beliefert"

 

Karl Raml ist Jurist und macht mit Geschirr mittlerweile seit 15 Jahren gutes Geschäft.

 

SONNBERG  Wer auf dem niederösterreichischen Wahlauftakt von Landeshauptmann Erwin Pröll war, hat bewusst oder unbewusst sein Mittagessen auf einem Teller von Karl Raml serviert bekommen.
Aus einer kleinen, zunächst noch unscheinbaren Idee ist mittlerweile ein beachtliches Unternehmen herangewachsen: 18 Mitarbeiter sorgen dafür, dass die mehr als 100.000 Gläser, Teller und Bestecke sowie etwa 500 Geräte zu den Kunden kommen.
Rund 3000 private und öffentliche Veranstalter aus Vereinen, Wirtschaft und Politik zählen zu seinen Kunden. Die nächste große Aufgabe steht schon wieder ins Haus: „Ich werde heuer die Europameisterschaft mit meinem Geschirr beliefern" freut sich Karl Raml über den Auftraggeber.

Ausbau mit Blick auf die Umwelt
Um der steigenden Auftragslage insgesamt Herr zu bleiben, entstand im vergangenen Jahr, auf einem Grundstück von fast 5000 m2, eine neue Manipulationshalle. Im Erdgeschoß wird auf 1200 m2 kommissioniert, gereinigt und gelagert. Im Obergeschoß befinden sich die Büroräume und weitere Lagerflächen. Die Haustechnik ist auch genau durchdacht. Mit Erdwärme wird das Gebäude beheizt und mit Warmwasser versorgt. Das Licht schaltet nach vorhandener Helligkeit automatisch ein und aus. Besonders wichtig war die barrierefreie Errichtung des Neubaus.


Firma hat allen Grund zum Feiern
Die Halle im Gewerbegebiet von Sonnberg / Glasau wird im Zuge eines Frühschoppens am 13. April feierlich eröffnet. Gleichzeitig begeht der findige Unternehmer sein 15 - jähriges Firmenjubiläum. Karl Raml freut sich auf viele Gäste.

Meine Kunden sollen in einem Festzelt denselben Standard haben wie in einem Restaurant.

Einerseits war es der Umweltgedanke, der Karl Raml damals auf den Gedanken brachte, Porzellangeschirr anstatt der gängigen Papp - und Plastikteller zu verwenden. Anderseits stand auch der Qualitätscharakter im Vordergrund: „Meine Kunden sollen in einem Festzelt denselben Standard bekommen wie in einem Restaurant. Das Niveau der Veranstaltung soll dadurch steigen."
Beim heimischen Feuerwehrfest 1993 wurde die Idee auf ihre Praxistauglichkeit getestet. Anfangs gab es noch Skeptiker, die befürchteten, dass das Geschirr den Belastungen auf diesem Fest nicht standhalten werde. Die Kritiker wurden eines Besseren belehrt: „Bei der ersten Veranstaltung ist nur ein Teller zu Bruch gegangen, und das ist mir sgoar selbst passiert" erzählt der Unternehmer lächelnd.
Eigentlich ist Karl Raml Jurist, dem Beruf ist er allerdings nie nachgegangen.
„Ich habe bald gemerkt, dass dieser Bereich nichts für mich ist, das hat einfach nicht gepasst. Schnell war ich dann Feuer und Flamme für die Geschirr - Idee, die Aufgabe ließ mich nicht mehr los." Seither scheint dem Mühlviertler der Erfolg recht zu geben.