Pressebericht vom 8. April 2011 aus den "OÖ Nachrichten".

Gestohlene Gastro - Geräte gefunden

Gastro-Verleiher fand gestohlene Geräte auf einem Flohmarkt wieder

 

SONNBERG. Gastro-Verleih-Unternehmer Karl Raml staunte nicht schlecht, als seine gestohlen geglaubten Geräte auf einem Flohmarkt wieder auftauchten. Auf der Tagesordnung der Firma stehen solche Fälle aber nicht.

 

Der Kunde Herr W. meldet sich bei Ramls Gastronomiebedarf-Verleih und bestellte einen Leberkäsewärmer und einen Doppelplattengriller für eine private Feier. Gemeinsam mit einem Freund, Herrn F., holte er die Sachen an einem Samstag Anfang März in Sonnberg ab. „Vereinbart war, dass Herr W. die Geräte am darauffolgenden Montag wieder zurückbringt“, erzählt Karl Raml. Doch W. tauchte nicht auf. Nachfragen bei der von W. genannten Adresse ergaben nichts: Der junge Mann sei dort schon länger nicht mehr gewesen.

„Da haben wir die Hoffnung schon aufgegeben unsere Geräte, die einen Wert von rund 1500 Euro haben, wieder zu sehen“, so Raml, der daraufhin Anzeige erstattete. W. wurde schließlich auch aufgegriffen und erzählte der Polizei, er habe die Geräte im Vollrausch auf einem Flohmarkt verkauft.

Raml und seine Mitarbeiter wollten sich damit aber nicht abfinden und recherchierten weiter. Durch eine Lenkerabfrage des Autos, mit dem W. und F. die Geräte geholt hatten, wurde F. ausfindig gemacht. „Meine Mitarbeiter fanden heraus, dass F. für den 3. April einen Flohmarkt geplant hat“, sagt Raml. Also fuhren sie Sonntag zu diesem Flohmarkt und entdeckten dort tatsächlich die Geräte. „F. hat dann auch zugegeben, die Geräte bei W. gekauft zu haben. Er betonte aber, er habe geglaubt, W. hat sie mir rechtmäßig abgekauft“, so Raml, der das allerdings nicht ganz glauben will: „Es war schon bemerkenswert, wie genau die Geräte bei der Abholung in den Anhänger von F. gepasst haben.“ Die Polizei ermittelt.

„So etwas ist mir in den 18 Jahren, die ich jetzt im Geschäft bin, das erste Mal passiert“, sagt Raml. Verschärfen möchte er die Kontrolle seiner Kunden deshalb aber nicht. „Wir sind schon jetzt sehr heikel mit den Daten und überprüfen alle Kunden. Aber noch strenger wollen wir sicher nicht werden“, so der Unternehmer: „Es war ein Einzelfall, da sollen nicht die anderen Kunden leiden.“